aquarell malen

Einführung in die Aquarellmalerei | Schritt für Schritt Aquarell malen lernen

Aquarell malen ist preiswert, vielseitig und leicht transportabel. Die Farben sind wasserlöslich und werden meist auf Papier gemalt

In den folgenden Schritt für Schritt Grundkurs erfährst du alles zum Thema Aquarellmalerei. In diesem Teil gehst es um die Grundausstattung wie Pinsel, Farben und Hilfsmittel. 

Viel Spaß beim Lesen und Malen!

Aquarellfarben

aquarellmalerei

Aquarellfarben kann man in Tuben oder in sogenannten Näpfchen kaufen. 

Außerdem gibt es Aquarellstifte, mit denen man wie mit Farbstiften zeichnen kann, um danach die Striche mit einem nassen Pinsel zu vermalen. 

Anfänger vs. Profifarben

Farben in sogenannter „Studioqualität“ sind günstiger und eignen sich für Anfänger. Später kannst du dir teurere Farben in „Künstlerqualität“ anschaffen.

Aquarellfarben sind in fertig zusammengestellten Farbkästen oder einzeln erhältlich. Als Einsteiger kaufst du dir am Besten einen fertigen Aquarellkasten und später kannst du dir einzelne Farben, die du oft verwendest, nachkaufen. 

Farben in Tuben

Aquarellfarben in Tuben (meist mit 5 oder 15 ml Inhalt) haben eine dickflüssige Konsistenz. Empfehlen würde ich Tubenfarben zum Mischen größerer Mengen für Lasuren und größere Bilder. Vorallem wenn man sie unverdünnt auftragen möchte.

Auf der Palette trocknen Tubenfarben schnell an, lassen sich mit Wasser aber wieder auflösen. 

Farben in Näpfchen

Farben in Näpfchen kann man gut mitnehmen, um im Freien zu malen. Weil man mit dem feuchten Pinsel immer nur eine kleine Farbmenge aufnimmt, eignen sie sich vor allem für kleine Bildformate

Damit die Farben dabei sauber bleiben, musst du immer den Pinsel gut ausspülen und die Näpfchen nach der Arbeit mit einem feuchten Tuch abwischen

Qualität von Aquarellfarben

Farben in Künstlerqualität haben einen höheren Pigmentgehalt als preiswertere Farben in Studionqualität. Die Pigmente sind meist feiner gemahlen, was sich auf das Deckvermögen auswirkt.

Sie sind lichtbeständiger und die Qualität ist gleichbleibend, was sich beim Nachkauf von Tuben oder Näpfchen bemerkbar macht. 

Wie bereits erwähnt reichen für dich als Beginner Studiofarben komplett aus, um erste Erfahrungen zu sammeln

Sättigung

Sättigung und Transparenz lassen sich variieren. Mit Tubenfarben gelingen intensive Farbeffekte, weil man sie konzentriert auftragen kann. 

Farben aus Näpfchen erscheinen auf dem Papier transparent, es sei denn, man trägt mehrere Schichten übereinander auf. 

Was ist Gouache?

Beim Aquarell malen übernimmt meist der weiße Malgrund die Funktion der Farbe Weiß. Lichter werden also einfach ausgespart. 

Alternativ kann man auch deckende Weiße Wasserfarbe verwenden – dieses wird auch Gouache genannt. 

Eine gute Basisausstattung an Farben sollten folgende Palette enthalten:

  • Kadiumgelb
  • Gelbocker
  • Kadiumrot
  • Siena gebrannt
  • Umbra gebrannt
  • Saltgrün
  • Kobaltblau
  • Neutraltinte
  • Lampenschwarz
  • Weiße Gouache

Aquarell malen mit welchem Pinsel?

Im Fachhandel findet ihr zahllose verschiedene Pinsel an. Das kann einen schnell überfordern, welche man nun wirklich benötigt. 

Für die Aquarellmalerei eignen sich weiche runde Haarpinsel am besten. 

Wirklich brauchen tust du nur wirklich wenige Rundpinsel, um verschiedene Strichtypen zu malen. 

Pinselhaare und Pinselborsten

Traditionell werden zum Aquarell malen Pinsel aus Marderhaar bevorzugt, weil diese elastisch sind, gut in Form bleiben und viel Wasser und Farbe aufnehmen. Diese sind aber sehr teuer und nutzen schnell ab!

Die höchste Qualität haben Kolinsky-Rotmarderpinsel, aber auch weniger teure Marderhaarpinsel sind gut genug.

Pinsel aus Fehhaar oder Ziegenhaar sind weich und gut geeignet für großflächige Lasuren, aber für feinere Details nicht geschmeidig genug. Rinderhaar wird meist nur für Flachpinsels verwendet. 

Eine gute Kompromisslösung sind Pinsel aus Natur- und Synthetikhaaren

Synthetikpinsel sind preiswerter, langlebiger und für fast alle Aquarelltechniken gut geeignet. 

Rundpinsel​

rundpinsel

In der Aquarellmalerei werden hauptsächlich Rundpinsel verwendet. 

Sie sind vielseitig, weil man mit ihnen Details und feine Linien, ebenso wie breite Striche und Lasuren malen kann. 

Lasurpinsel

lasurpinsel

Naturhaarpinsel nehmen viel Farbe auf und verteilen sie gut, darum sind sie ideal für Lasuren

Flache und ovale Pinsel eignen sich zum Lasieren und Aufnehmen überschüssiger Farbe. 

Mit dem ovalen Pinsel kann man auch Farbe verwischen

Flachpinsel

Schmale Flachpinsel werden vorwiegend verwendet, um gerade Striche in einem Zug zu malen

Breitere Flachpinsel können auch als Lasurpinsel eingesetzt werden. 

Linierpinsel

linierpinsel

Linierpinsel gibt es ebenfalls in verschiedenen Ausführungen.

Sie haben längere Haare, die zu einer besonders feinen Spitze auslaufen. 

Man benötigt sie zum Malen feinster Striche

Welche Pinselstärken und Pinsel brauchst du zum Start?

Für Einsteiger genügen drei Rundpinsel in den Stärken 3, 5 und 8 und ein etwas breiterer Flachpinsel für Lasuren.

Aquarell malen | Die Malgründe

aquarell

Mit Aquarellfarben wird normalerweise auf Papier gemalt

Aquarellpapier wird in verschiedenen Qualitäten, Farben, Größen und Stärken angeboten. 

Die Stärke und die Oberflächenbeschaffenheit des Papiers hat Einfluss auf das fertige Bild

Am besten kaufst du zuerst Einzelbögen und probierst aus welche dir besonders zusagen.

Skizzenbücher

Skizzenbücher gibt es in verschiedenen Formen. Bücher mit Spiralbindung haben den Vorteil, dass die Seiten auch am Rand flach liegen. Wenn du im Freien malen möchtest, sollte dabei das Format nicht größer als A3 sein.

Auch bei der Papierqualität gibt es große Unterschiede. So ist normales Druckerpapier nicht für das Aquarell malen geeignet. Bei Kontakt mit nasser Farbe ist dickes Papier empfehlenswert, damit es nicht wellig wird. 

Aquarellpapier

Spezielles Aquarellpapier gibt es in drei Basistypen: rau, matt und glatt.

Raues Papier hat deutlich erkennbare Strukturen auf der Oberfläche

Mattes Papier sieht glatt aus, fühlt sich aber etwas samitg an. 

Glattes Papier ist selbstsprechend völlig glatt.

Aquarellpapier ist normalerweise völlig weiß. Der genaue Farbton kann je nach Hersteller von Schneeweiß bis Creme variieren. Der Farbton beeinflusst dabei die Leuchtkraft der fertigen Bilder.

Papierformate und Papierstärken

Einzelne Bögen kann man in vielen Formaten kaufen, jedoch selten größer als 50 x 70 cm. 

Die Papierstärke wird in Gramm pro Quadratmeter angegeben. Gängige Stärken sind 200, 300 oder 640 g/m2. Sehr dickes Papier braucht nicht gespannt werden, ist aber recht teuer und lässt sich leicht rollen. 

Dies kann zum Nachteil werden, wenn du beispielsweise ein Bild einrahmen möchtest.

Bilder auf 200 oder 300g Papier lassen sich leichter rollen und in einer Pappröhre verschicken und verstauen. Diese dünneren Papiere müssen sich jedoch spannen, damit sie sich nicht wellen, sobald nasse Farben aufgetragen werden. 

Aquarellpapier richtig spannen

  1. Mit einem Schwamm beide Papierseiten anfeuchten und auf eine stabile Platte legen.
  2. Eine Papierseite mit Nassklebeband fixieren.
  3. Papier glatt ziehen, um Wellen zu glätten.
  4. Die anderen Kanten ebenfalls festkleben.
  5. Das Papier mehrere Stunden trocknen lassen. Die Klebestreifen erst nach dem Malen lösen.

Aquarellblöcke

Aquarellblöcke haben meist kleinere Formate und bestehen aus einzelnen Bögen, die an den Rändern verleimt sind. Gemalt wird immer auf dem obersten Bogen. 

Wenn das Bild fertig ist, wird er abgelöst und der nächste, saubere Bogen ist frei. 

Wer im Freien Aquarell malen möchte greift am besten zu einem Aquarellblock, da man aufgrund des festen Papprückens auf eine separate Malunterlage verzichten kann.

Die richtige Pallete​

Ideal ist eine Palette aus weißen Porzellan

Kunststoffpaletten verfärben sich mit der Zeit.

Du brauchst mindestens eine Palette mit mehreren Näpfen plus eine größere Palette, um die Farben für die Lasuren zu mischen. 

Alternativ kann auch einfach ein alter Teller verwendet werden. 

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