Farbenlehre | Farben mischen und Farbbeziehungen​

Lerne das Basiswissen über die verschiedenen Farbbezeichnungen und deren Beziehungen. Wie du Farben mischen kannst und wie sich diese in einem Bild auswirken. Finde die passende Erstausstattung an Farben für die Acrylmalerei und lerne mit dieser jeden Farbton herzustellen.

WAS LERNST DU IN DIESEM TEIL

  • Unterschied zwischen Primärfarben, Sekundärfarben und Tertiärfarben
  • Farben richtig mischen
  • Farben und ihre Beziehungen zueinander (Verwandte FarbenKomplementärfarben,…)
  • Welche Farben solltest du für die Erstausstattung kaufen
  • Tonwert richtig aufhellen und abdunkeln

Der Farbkreis

Der Farbkreis ist für jeden Anfänger eine große Hilfe und dient als Grundlage zur Farbmischung. In diesem werden sich die Ordnungen und die Beziehungen der Farben zueinander darstellen.

  • In der Mitte befinden sich die Primärfarben
  • Anschließend die aus ihnen entstehenden Sekundärfarben
  • Auf dem äußeren Ring siehst du die Tertiärfarben 
  • Farben die sich direkt gegenüberliegen nennt man Komplementärfarben
  • Verwandte Farben sind jene, die im Farbkreis nebeneinander liegen
der farbkreis
Der Farbkreis zeigt dir alle Farben und deren Mischungen an.

Du kannst dir den Farbkreis hier downloaden und ausdrucken.

Die Farbordnung in der Acrylmalerei

Primärfarben

Die Farbenlehre basiert auf den Grundfarben, das sind die sogenannten Primärfarben. Diese sind reines Gelb, reines Blau und reines Rot

Diese Farben kann man nicht aus anderen Farben mischen. Untereinander gemischt ergeben sich jedoch alle anderen Farben, außer Weiß.

Da die meisten Farbhersteller die Grundfarben anders nennen gibt es hier keine genau Farbbezeichnung zu empfehlen. Oft verwendet werden die Namen Primär Gelb, Primär Cyan (Blau) und Primär Magenta (Rot).

Primär Gelb
Primär Cyan
Primär Magenta

Sekundärfarben

Durch die Mischung von 2 Primärfarben entstehen die sogenannten Sekundärfarben

  • Aus Magenta + Gelb entsteht Orange
  • Aus Gelb + Blau entsteht Grün 
  • Aus Blau + Magenta entsteht Violett
So entstehen die Sekundärfarben Orange, Grün und Violett.

Tertiärfarben

Durch die Mischung einer Primärfarbe mit einer verwandten Sekundärfarbe entstehen die sogenannten Tertiärfarben.

  • Gelbgrün und Blaugrün bei Mischung mit Grün
  • Rotviolett und Blauviolett bei Mischung mit Violett
  • Gelborange und Rotorange bei Mischung mit Orange

Durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse entstehen viele verschiedene Tonabstufungen. 

Durch weitere Ausmischungen erzielst du mit diesen Mischtönen untereinander.

Die entstehende Nuance hängt dabei vom Grundton und den prozentualen Anteilen der einzelnen Töne ab. 

Farben mischen

Acrylfarbe kann auf einer Palette oder direkt am Bild gemischt werden.

Acrylfarben lassen sich ganz einfach mit anderen Farben mischen. Du kannst die Farben entweder auf einer Palette, in einer Schüssel oder sonst wo vorher mischen

Ebenso kann die Mischung auch direkt auf der Leinwand vollzogen werden!

Beginne beim Farbe mischen immer mit der helleren Farbe und füge vorsichtig die dunklere Farbe hinzu. So näherst du dich schrittweise an deinen gewünschten Ton.

Mischungen können in verschiedenen Techniken ausgeführt werden:

  • Nass in Nass direkt auf der Leinwand 
  • in Lasurschichten überlagernd
  • Pastos oder verdünnt ineinander verrieben
  • Partiell nebeneinandergesetzt
  • Granulierend überlagernd
Die verschiedenen Techniken werden im Grundkurs Teil 3 vorgestellt.

BEGRIFFSERKLÄRUNG

  • Der Begriff „Farbe“ benennt die Farbe an sich wie Blau oder Gelb.
  • Nuancen der einzelnen Farben werden als Farbton bezeichnet, wie Rosarot, Dunkelrot, Tomatenrot
  • Der Farbstrich ist eine Farbe, die einen kaum sichtbaren Hauch der beigemischten Farbe hat.

Farbbeziehungen

Farben haben zueinander bestimmte Beziehungen. Das sind die Verhältnisse zueinander verwandter und komplementärer Farben sowie die von warmen und kalten Farbtönen.

Verwandte Farben

Die verwandten Farben, sind jene Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen. 

Im Beispiel können wir die Farbe Orange sehen, die sich aus Gelb und Rot mischt. Also sind sowohl die rote als auch die Gelbe Farbe verwandt mit Orange. 

Wenn wir die Farbe Orange weiter mit Gelb vermischen, entstehen weitere Ausmischungen derselben Familie. Das gleiche gilt für das mischen mit Rot. 

Abstufungen mittels unterschiedlicher Anteile der Ausgangsfarbe.

Komplementäre Farben

Die Mischung von 2 Primärfarben ergibt immer die Komplementärfarbe zur dritten Grundfarbe.

  • Gelb ist komplementär zu Violett (aus Rot und Blau)
  • Rot ist komplementär zu Violett (aus Gelb und Blau)
  • Blau ist komplementär zu Violett (aus Rot und Gelb)

Was wachen Komplementärfarben?

Nebeneinander ins Bild gesetzt, verhelfen sie sich gegenseitig zu mehr Leuchtkraft und Intensität. Untereinander gemischt jedoch zerstören sich komplentäre Farben zur Gänze und so entstehen nur gebrochene Grau- und Brauntöne

Diese Farben sind komplementär zueinander.

Kalte und warme Farben

Farbtöne lassen sich in kalte und warme Farben einteilen. Es gibt von jeder Farbe warme und kalte Töne. So gibt es ein warmes Rot und ein kaltes Rot. 

Warme Farben treten dabei optisch nach vorne und kalte Farben treten zurück

Diese Einstufung kann vor allem für Anfänger relativ schwer sein. Verlasse dich also einfach ein bisschen auf dein Bauchgefühl. 

Generell sind die Töne im Bereich der Farben Gelb, Orange, Rot wärmer als die Farben Grün, Blau und Violett.

Warme und kalte Farben im direkten Vergleich. Du siehst die warmen Farben oben und die kalten Farben unten.

Die Erstausstattung | Diese Farben solltest du dir kaufen

Wie bereits im ersten Teil des Grundkurses erwähnt reichen dir zum Starten grundsätzlich die 3 Grundfarben Gelb, Cyan und Magenta. Da du aus diesen Farben fast alle Farben ganz einfach mischen kannst. 

Ergänzend zu den 3 Grundfarben benötigst du ein Titanweiß und ein Elfenbeinschwarz

Wer beim Farben mischen weiß hinzufügt erhält Pastelltöne. 

Beim hinzufügen von Schwarz erhalten wir dunklere Varianten sowie Braun- und Grautöne. 

Ergänzend zu diesen fünf Farben sind anfangs noch die erdigen Töne Lichter Oker, Siena gebrannt und Van-Dyck-Braun zu empfehlen. 

Diese Farben bieten eine gute Ergänzung sowohl pur als auch in der Mischung der Grundfarben.

Auch zu empfehlen sind diverse Anfängersets wie dieses hier auf Amazon.

EINKAUFSZETTEL ACRYLFARBE GRUNDAUSSTATTUNG

  • Grundfarben Gelb, Cyan und Magenta
  • Titanweiß und Elfenbeinschwarz
  • Die Erdfarben Lichter Oker, Sienna gebrannt und Van-Dyck-Braun

Tonwerte

Der Tonwert beschreibt den jeweiligen Grad an Intensität, in dem eine Farbe aufgetragen wird. Dies geht von der höchsten Sättigung bis hin zur Transparenz bzw. von der Reinbuntheit bis hin zur stärksten Aufhellung mit Weiß oder Abdunklung mit Schwarz.

mit Gelb gebrochen

mit Weiß gebrochen

mit Schwarz gebrochen

Aufhellen und abdunkeln von Farben

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten Farben aufzuhellen oder abzudunkeln. Entweder mit helleren oder dunkleren verwandten Farben oder durch die Zugabe von Schwarz oder Weiß

Bei Methode Nr. 2 ist Vorsicht geboten, da Weiß eine Pastellwirkung erzeugt und Schwarz bei kleinster Menge sehr stark verschmutzt. 

Abdunkeln

Schwarz dunkelt nicht nur sehr stark ab, sondern verschmutzt die Mischungen auch stark. 

Am saubersten dunkelst du eine Farbe mit einem dunkleren Ton derselben Familie ab oder mit den Erdfarben (Lichter Oker, Sienna gebrannt, Van-Dyck-Braun). 

Bewusst gesetzte Schwarzmischungen können den Kontrast von bunten Farben im Bild steigern. 

Tonwertskala

Aufhellen

Weiß hellt die Farbe nicht nur auf, sondern verringert auch dessen Leuchtkraft.

Wenn du einen schönen, leuchtenden Farbton erhalten möchtest, dann helle die Farbe mit einem helleren Ton der selben Familie auf.

Tonwertskala

Fertige eine Tonwertskala an, um dich mit den Weiß- bzw. Schwarzbrechungen einer Farbe vertraut zu machen, indem du immer mehr Weiß/Schwarz hinzufügst. 

Mische beide Farben auf einer Palette ohne Wasserzugabe und lege einen ersten Aufstrich an. 

Male nach jeder zusätzlichen Weiß/Schwarzzugabe einen weiteren Strich auf. Wiederhole den Vorgang solange bis du den richtigen Ton erhältst. 

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