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Landschaftsfotografie/Naturfotografie | Tipps für bessere Aufnahmen

Landschaften fotografieren klingt erstmal simpel, ist es aber oftmals garnicht. Tolle Fotos in der Landschaftsfotografie/Naturfotografie entstehen nicht im Handumdrehen. Zur Übung eignen sich besonders gut deine Urlaubsziele. Wenn du zurzeit nicht vor hast zu verreisen, dann geh doch einfach in den nächtgelegenen Wald oder mach eine kleine Wanderung auf einen Berg. 

Hast du die passende Landschaft zum Ablichten gefunden, werden dir die folgenden Tipps das nötige Know-How liefern, damit das Foto auch klappt!

Landschaften mit Stativ fotografieren

Aufgrund der längeren Verschlusszeiten, die du möglicherweise zum Ausgleich einer kleinen Blende wählen musst, musst du sicherstellen, dass deine Kamera während der Belichtung vollständig still steht. Selbst wenn du in der Lage bist, mit einer kurzen Verschlusszeit zu fotografieren, kann die Verwendung eines Stativs für dich von Vorteil sein. Denn so bekommst du auch eine schöne gerade Horizontlinie. Also Landschaften immer mit einem Stativ fotografieren. 

Die Wirkung des Himmels

Ein weiteres zu berücksichtigendes Element ist der Himmel in deiner Landschaft. Die meisten Landschaften haben entweder einen dominanten Vordergrund oder Himmel, wenn das nicht der Fall ist, kann dein Schuss ziemlich langweilig wirken. 

Wenn du einen langweiligen Himmel hast, dann lass diesen nicht dein Bild dominieren. Platziere den Horizont im oberen Drittel der Aufnahme und stelle sicher einen interessanten Vordergrund zu haben. 

Wenn jedoch der Himmel voller Dram und interessanter Wolkenformationen und Farben ist, dann lass ihn leuchten indem du den Horizont tiefer legst. Besonders der Himmel kann in der Bildbearbeitung oder mit Filtern unglaublich verbessert werden. 

Bewegung aufnehmen

Wenn die meisten Menschen an Landschaften denken, dann denken sie an ruhige, gelassene und passive Umgebungen. Landschaften sind jedoch selten völlig still. Wer es schafft genau diese Bewegungen in einem Bild zu vermitteln, wird Drama, Stimmung und Interesse schaffen. 

Beispiele für solche Bewegungen sind der Wind in Bäumen, Wellen am Strand, Wasser das über einen Wasserfall fließt, Vögel die durch das Bild fliegen, bewegende Wolken. 

Wenn du diese Bewegung erfassen willst, musst du in der Regel eine längere Verschlusszeit (manchmal einige Sekunden) wählen. Natürlich bedeutet dies, dass mehr Licht auf den Sensor trifft, was bedeutet, dass du entweder eine kleinere Blende verwenden musst oder bei besonders guten Lichtverhältnissen fotografieren musst.

Die richtige Tageszeiten für die Landschaftsfotografie

Die richtige Tageszeiten für die Landschaftsfotografie​

Die allerbeste Zeit zum Fotografieren dürfte wohl früh morgens sein. Also schlechte Nachricht für alle Langschläfer da draußen. 

In der prallen Mittagssonne ist es eher unwahrscheinlich, dass du ein herausragendes Landschaftsfoto machst.

 Die Lichtverhältnisse sind dann einfach nicht ideal und du wirst das auch an deinen Fotos sehen. 

Die besten Tageszeiten für die Landschaftsfotografie/Naturfotografie ist rund um den Sonnenaufgang und dem Sonnenuntergang. Zu diesen Zeiten steht die Sonne tiefer und das Licht ist wecher, dadurch wirken Landschaften oft „lebendiger“. Diese Zeiten bezeichnen Fotografen als goldene Stunde und blaue Stunde. 

Großartig sind natürlich auch Landschaftsfotos bei nacht. Vorallem in ganz bestimmten Situationen wie bei der Aufnahme einer leuchtenden Skyline oder einer sternklaren Nacht. 

Die richtige Tageszeiten für die Landschaftsfotografie​
Die richtige Tageszeiten für die Landschaftsfotografie​

Richte dich nach dem Wetter

Eine Szene kann sich je nach Wetterlage dramatisch verändern. Daher ist es sehr wichtig für dem Fotografen, den richtigen Zeitpunkt zu wählen. 

Viele Anfänger sehen einen extrem sonnigen Tag und denken, dass es die beste Zeit ist, um mit ihrer Kamera rauszugehen. So ist es aber nicht immer.

Ein bewölkter oder regnerischer Tag, kann dir ebenfalls eine gute Gelegenheit bieten, um ein Bild mit dramatischer Stimmung und unheilvollen Obertönen auszustatten.

Wenn das Wetter mal nicht passt, musst du nicht auf den nächsten sonnigen Tag mit strahlend blauen Himmel warten. Suche bewusst nach Stürmen, Wind, Nebel, dramatischen Wolken, Regenbögen, Sonnenuntergängen und Sonnenaufgängen. Passe das Wetter der Stimmung in deinem Bild an, die vermittelt werden soll.

Wir Menschen sind faul. Wir werden nicht gerne nass und bei kälte sind wir viel lieber zu Hause im warmen, kuscheligen Bett. Wer auch bei diesen Wetterverhältnissen fotografiert, der wird jedoch ganz besondere Fotos erhalten. Die Farben, Texturen und das Licht, das du kurz vor oder nach einem Sturm bekommst sind viel dramatischer und auffälliger. 

Das unterscheidet die wirklich atemberaubenden Landschaftsaufnahmen von den gewöhnlichen.

Falls du jetzt Lust bekommen hast, den nächsten großen Sturm abzulichten, dann sei trotzdem vorsichtig! Rausgehen in einem Sturm ist nicht leicht zu nehmen, denn es gibt viele potentiell gefährliche Dinge, die sowohl du, als auch deiner Ausrüstung passieren können. Du musst also sicherstellen, dass du dich nicht selbst in Gefahr bringst und dass du angemessene Kleidung trägst. Schütze dich selbst und auch deine Ausrüstung! 

Natürlich musst du auch sicherstellen, dass deine Kameraausrüstung sicher ist und trocken bleibt. Nimm eine starke, wasserfeste Plastiktüte (eine Mülltüte ist perfekt) mit, damit du schnell deine gesamte Kamera abdecken kannst, falls es beginnt zu regnen. Denke auch an ausreichend Reinigungstücher für das Objektivglas und an ein Mikrofasertuch zum Trocknen von Kameragehäuse und Objektiv.

Wechsel deinen Sichtpunkt

arten der fotografie

Du fährst an einen Aussichtspunkt, gehst aus dem Auto, schnappst dir deine Kamera, schaltest sie an, gehst an die Schranke, hebst die Kamera an dein Auge, drehst dich ein wenig nach links und rechts, zoomst ein wenig und machst deine Aufnahme. Zurück ins Auto und weiter zum nächsten Aussichtspunkt. 

Wir erhalten zwar damit unsere Landschaftsbilder, doch dieser Prozess führt im Allgemeinen nicht zu dem „Wow“ -Schuss, den viele von uns suchen. 

Nimm dir etwas mehr Zeit für deine Aufnahmen. Vor allem, wenn du einen interessanteren Standpunkt zum Fotografieren suchst. Das kann damit beginnen, einen anderen Ort zu finden, von dem aus geschossen werden kann. Wander mit der Kamera entweder weiter nach unten/oben oder suche nach neuen Winkeln. 

Das kann zum Beispiel bedeuten in einem Gebirge weiter nach unten zu klettern oder nochmals einen höheren Aussichtspunkt zu finden, wie es erstmals zu scheinen vermag. Finde neue Perspektiven und erkunde die Umgebung. Experimentiere mit verschiedenen Aussichtspunkten und du kannst etwas wirklich Einzigartiges finden.

Die Naturfotografie und der Unterschied zur Landschaftsfotografie

naturfotografie mit makroobjektiv
Makroaufnahme einer Blume.

Die Übergänge zwischen Landschafts- und Naturfotografie sind fließend. 

Die Landschaftsfotografie beschäftigt sich eben nur mit Landschaften. 

Die Naturfotografie hingegen umfasst sämtliche Arten der Fotografie, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Das beinhaltet ebenso Makroaufnahmen von Blumen und Pflanzen. Bilder von Tieren, Bäumen und eben auch Landschaften.

In der Naturfotografie werden sogenannte Teleobjektive benutzt. Dadurch kannst du Tiere aus möglichst weiter Entfernung bestmöglich ablichten. Je kleiner die Objekte werden die du fotogrfieren willst (Ameisen, Blüten, etc.), desto eher empfiehlt sich auch ein Makroobjektiv. 

makrofotografie

Welche Ausrüstung benötigst du für die Landschaftsfotografie?

Die Ausrüstung in der Landschaftsfotografie ist immer so eine Sache. Grundsätzlich kannst du hier ein Vermögen ausgeben! Ich habe dir hier die meiner Meinung nach besten Preis/Leistungsprodukte verlinkt. Es gibt bestimmt bessere Produkte für den hochprofessionellen Bereichen, da liegen wir jedoch bei mehreren tausenden Euros pro Gegenstand. 

Eine sehr gute Ausrüstung könnte wie folgt aussehen:

Stativ: Rollei C5i – kompaktes und leichtes Kamera Stativ aus Aluminium (besser noch Carbon – ca. 30€ Aufpreis)

KameraCanon EOS 750D SLR-Digitalkamera (24 Megapixel, 7,7 cm (3,0 Zoll) Display, Full-HD, APS-C CMOS-Sensor, Wifi, NFC) Schwarz

ObjektivTamron SP 15-30mm Weitwinkel Objektiv F/2.8 Di VC USD für Nikon, Sony und Canon

Kamerarucksack: PEDEA SLR-Kamerarucksack „Fashion“ mit Regenschutz

FilterHAIDA Slim Neutral Graufilter Set 77mm bestehend aus ND8, ND64, ND1000 Filtern 77mm inkl. Stack Cap Filtercontainer + Pro Lens Cap mit Innengriff

LaptopApple MacBook Pro, 15″ mit Touchbar, Intel Quad-Core i7 2,8 GHz, 256 GB SSD, 16 GB RAM, 2017, Space Grau (Mein eigener PC, deshalb empfehle ich ihn dir weiter. Jeder andere PC wird natürlich genauso funktionieren!)

Bildbearbeitungsprogramm: Adobe Lightroom bzw. Adobe Photoshop

Sontige Gegenstände: Ersatzakkus, zusätzliche Speicherkarten, Regenschutz, festes Schuhwerk & regenfeste Kleidung, eventuell ein Zelt, Mikrofasertuch

Was ist das beste Objektiv für die Landschaftsfotografie?

Das beste Objektiv für die Landschaftsfotografie hängt davon ab was du genau alles im Bild haben möchtest. Je nach Motiv und Wahl der Perspektive sind unterschiedliche Brennweiten notwendig. Wer möglichst viel von der Natur auf das Foto bringen möchte, der wird sich wohl für ein Weitwinkelobjektiv entscheiden. Wer sich auf einzelne, interessante Bildausschnitte konzentrieren möchte, der sollte eher zu einem Normalobjektiv mit bsp. 50mmFestbrennweite greifen.

Was ist das beste Kamera für die Landschaftsfotografie?

Was die beste Kamera für die Landschaftsfotografie ist, kann man so nicht sagen. Es gibt niemals die wirklich eine beste Kamera. Auch kommt es stark darauf an wo dein Budget liegt. Die besseren Kameras können schnell mehrere tausend Euro kosten. In meinem Kameraguide findest du meine Empfehlungen.

Bücher zum Thema Landschaftsfotografie/Naturfotografie

Die Fotoschule in Bildern - Landschaftsfotografie

Die Fotoschule in Bildern – Landschaftsfotografie

Das Buch „Die Fotoschule in Bildern – Landschaftsfotografie“ von Hans-Peter Schaub umfasst 311 Seiten und erzählt von den Grundlagen der Fotografie von Landschaften.

Im Buch wird erklärt wie du den Blick für Landschaftsmotive schärfen, einen wirkungsvollen Ausschnitt aus der Totalen wählen und mit den Zutaten Licht, Farbe und Form dein Bild ansprechend gestaltest. 

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Naturfotografie: Die große Fotoschule – Natur, Landschaft, Makro und Tiere spektakulär in Szene setzen

Naturfotografie: Die große Fotoschule – Natur, Landschaft, Makro und Tiere spektakulär in Szene setzen

Das Buch „Naturfotografie: Die große Fotoschule – Natur, Landschaft, Makro und Tiere spektakulär in Szene setzen“ von Hans-Peter Schaub umfasst 415 Seiten und beinhaltet neben Landschaftsaufnahmen auch noch weitere Themen der Naturfotografie.

Der erfahrene Naturfotograf Hans-Peter Schaub führt dich in diesem Buch vor die Haustür und zeigt dir, dass überall um dich herum Naturmotive zu finden sind – egal, ob du bevorzugt Landschaften, Tiere oder Pflanzenmakros fotografieren. Auch fortgeschrittene Themen wie Panoramen, Zeitraffer, Drohnenfotos und Tierfilme kommen nicht zu kurz.

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