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Adobe Lightroom | Preis, Vorlagen, Installation und alles weitere zum Programm

Die Fotonachbearbeitung ist heute ein unausweichlicher, untrennbarer Bestandteil der Fotografie, egal ob im professionellen Fotojournalismus oder in der Hobbyfotografie. Aus diesem Grund ist die Auswahl des richtigen Softwaretools für die effiziente Nachbearbeitung deiner Arbeiten mindestens genauso wichtig wie die richtige Kombination aus Kamera und Objektiv. Für Fotografen hat Adobe dafür die eigene Software namens Adobe Lightroom entwickelt. 

Was ist Adobe Lightroom?

Adobe Photoshop Lightroom (oder einfach Lightroom oder LR genannt) ist ein einfacher Fotokonverter. Neben der grundlegenden Funktionalität eines einfachen RAW-Konverters, hat Lightroom ein Programm entwickelt, das viele Fotografen in neun von zehn Fällen benötigen

Mit jeder neuen Version erhält Lightroom immer mehr neue Funktionen. Mit all seinen Tools und der benutzerfreundlichen Benutzeroberfläche ermöglicht Lightroom das Organisieren, Nachbearbeiten, Drucken und gemeinsame Nutzen von Fotos in einer einzigen Umgebung.

Lightroom konzentriert sich auf die Geschwindigkeit beim Arbeiten mit mehreren Bildern. Hier reden wir nicht von 10-20 Fotos, sondern von hunderten bzw. sogar tausenden! 

Das wird durch das einfache Kopieren und Einfügen aller verfügbaren Anpassungen erleichtert. Ein weiteres nettes Feature ist die zerstörungsfreie Bearbeitung. Es stellt sicher, dass Originaldateien intakt bleiben und es ermöglicht dir deine Anpassungen jederzeit schrittweise rückgängigzu machen oder komplett auf Null zurückzuspringen. All diese Funktionen machen es (für mich zumindest) zum einfachsten und umfangreichsten Bildbearbeitungsprogramm auf dem Markt.

Für wen ist Lightroom gedacht?

Wenn du die Art von Person bist, die eine Menge Bilder aufnimmt, insbesondere, aber nicht ausschließlich, im RAW-Format, dann ist Lightroom genau das Richtige für dich. Es ist ausgezeichnet für Fotografen mit beruflichen Ambitionen. 

Auch für Hobbyfotografen die einfach bessere Bilder erschaffen wollen und die volle Kontrolle über ihr Bild erlangen wollen. Egal ob dabei nur Familie und Freunde fotografiert werden. Mit Lightroom und der richtigen Bearbeitung wirken deine Bilder einfach tausendmal besser. Bedanke aber, auch wenn es der Aufwand in jedem Fall wert ist, dass Lightroom eine kleine Lernkurve aufweist und es nicht komplett kostenlos ist.

Für wen ist Lightroom nicht geeignet?

Speziell für Arbeiten im grafischen Bereich und dem Arbeiten mit Typografischen Elementen ist Lightroom nicht geeinget, da es hier keine Pinsel oder Stifte gibt.

Lightroom vs Photoshop

Einfach gesagt ist Lightroom im Grunde genommen da, um dir dabei zu helfen, deine Bilder gut aussehen zu lassen. 

Adobe hat aber mindestens zwei weitere Programme mit demselben grundlegenden Ziel erstellt. Was also unterscheidet Lightroom von seinen Geschwistern Photoshop und Photoshop Elements?

Photoshop

Photoshop verfügt über ein RAW-Konverter-Plug-In (Camera RAW CC) auf dem auch Lightroom basiert. Seine Fähigkeiten reichen jedoch weit über die hinaus, die ein Fotograf benötigen würde. Photoshop ist eine äußerst leistungsfähige Software mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten für jede Art der grafischen Bearbeitung.

Photoshop hat jedoch einen Nachteil für seine Flexibilität. Die Vielzahl an Features und Tools macht es für die regelmäßige Nachbearbeitung zu kompliziert, langsam und umständlich. Photoshop ist nicht großartig darin mit mehreren Bildern gleichzeitig zu arbeiten. Darüber hinaus fehlen in Photoshop die organisatorischen Funktionen die Lightroom bietet. 

Photoshop Elements

Photoshop Elements ist in einigen Fällen viel näher an Lightroom. Im Grunde kannst du es als eine Art Mischung der beiden Programme sehen.Jedoch musst du dazu noch das Wort „verkrüppelt“ anhängen. 

Photoshop Elements ist sehr leistungsfähig. Elements hat einen Organizer und ist fotografieorientierter als Photoshop, was bedeutet, dass es weniger umständlich zu bedienen ist. Es hat auch eine Menge Werkzeuge, die Photoshop fehlen, wie zum Beispiel einen Album-Designer. Photoshop Elements hat wie Photoshop ebenfalls  Pinsel und eignet sich für eine leichte grafische Bearbeitung. 

Auf der anderen Seite funktioniert es mit normalen JPEG-Bildern besser als mit RAW-Dateien und ist genauso begrenzt, wenn es darum geht, mehrere Bilder gleichzeitig zu verarbeiten, geschweige denn mehrere hundert. Bedenke also, dass Elements im großen und ganzen die beiden Programme einzeln betracht nicht hinterherkommt.

Lightroom kaufen oder Photoshop kaufen?

Lightroom Vintage Preset aus meiner Kollektion

Die eigentliche Frage steht jetzt im Raum – solltest du dir Lightroom kaufen oder Photoshop kaufen? 

Da alle Bildbearbeitungswerkzeuge von Lightroom bereits in Photoshop verfügbar sind, wäre es da nicht sinnvoll nur Photoshop zu kaufen? 

Wenn es dir um die Fotografie geht, dann empfehle ich dir aus folgenden Gründen zuerst mit Lightroom anzufangen:

  1. Lightroom ist einfacher zu erlernen als Photoshop 
  2. LR enthält bereits eine große Anzahl von Nachbearbeitungswerkzeugen
  3. Lightroom macht dich bei der Bearbeitung von vielen Fotos effizienter
  4. Mit Lightroom kannst du Ordner und Unterordner auf deiner Festplatte erstellen und Dateien mithilfe von Vorlagen ganz einfach umbenennen
  5. Du kannst frühere Einstellungen wiederherstellen, nachdem du Änderungen vorgenommen hast
  6. Es ist möglich Bildmetadaten als Überlagerung anzeigen während du Fotos bearbeitest
Für jemanden der rein seine Fotos farblich nachbearbeiten möchte der ist auf jeden Fall mit Lightroom besser bedient. Photoshop kommt ins Spiel wenn du beispielsweise Objekte in einem Bild entfernen möchtest oder komplett neue Bildkompositionen erstellen möchtest.
Im nächsten Punkt habe ich aber eine gute Neuigkeit für dich! Denn Adobe hat ein Lightroom + Photoshop Paket erstellt.

Lightroom Testversion & Lightroom kaufen

Lightroom Preset aus meiner Preset Kollektion

Wie bereits erwähnt habe ich hier eine gute Neuigkeit für dich. Denn mit den neuen Adobe Creative Cloud Abo Paketen musst du dich nicht unbedingt zwischen Lightroom und Photoshop entscheiden.

Ebenfalls kannst du von allen Adobe Programmen, darunter auch eine Lightroom Testversion, erhalten. Diese ist allerdings relativ kurz und leider für nur 7 Tage gültig und beginnt mit dem Tag der Installation.

 

Kommen wir nun zu den verschiedenen Paketen. Diese Produkte nennen sich Creative Cloud und sind nur durch ein monatliches Abo bei Adobe erhältlich. Früher gab es die Programme noch einzeln zu kaufen, doch mittlerweile hat Adobe, zum Bedauern vieler Benutzer, das Geschäftsmodell auf eine Abo-Variante umgestellt.

Hier sind die aktuellen Tarife der Adobe Creative Cloud:

Fotografie Abo

  • Creative Cloud Foto Abo mit Lightroom CC, Lightroom Classic CC, Photoshop CC + 20 GB Cloud Speicher – 11,99€ im Monat bzw. 143,14€ im Jahr
  • Creative Cloud Foto Abo mit Lightroom CC, Lightroom Classic CC, Photoshop CC + 1 TB Cloud Speicher – 23,99€ im Monat bzw. 286,42€ im Jahr
  • Creative Cloud Foto Abo mit Lightroom CC + 1 TB Cloud Speicher – 11,99€ im Monat bzw. 143,14€ im Jahr
Creative Cloud Alle Applikationen
  • Creative Cloud Alle Appliaktionen darunter Lightroom, Photoshop, Premiere, Illustrator, Indesign, usw. + 100 GB Cloud Speicher + Typekit (kostenlose Schriften) – 59,99€ im Monat bzw. 719,86€ im Jahr
Creative Cloud Alle Applikationen Schüler-Abo
  • Creative Cloud Alle Appliaktionen darunter Lightroom, Photoshop, Premiere, Illustrator, Indesign, usw. + 100 GB Cloud Speicher + Typekit (kostenlose Schriften) – 19,50€ im Monat bzw. 234,00€ im Jahr
 
Die Abosysteme mögen umstritten sein, ich finde dies jedoch für die gebotene Leistung in Ordnung.
Ich selber bin Besitzer aller Applikationen, da ich unter andere auch weitere Programme wie Adobe Illustrator oder Premiere Pro für den Videoschnitt nutze. Vorteile die ich genieße: 
 
  • Die besten Programme der Welt
  • Programme sind immer auf dem neuesten Stand
  • Ich bekomme Zugriff auf unbegrenzt kostenlose Schriftarten
  • 100 GB Cloud Speicher

MEIN TIPP

Als reiner Fotograf wirst du mit dem Foto-Abo für 11,99 im Monat äußerst zufrieden sein.

Für die volle Kreative Action empfehle ich dir das Schüler-Abo für 19,50€ im Monat. Du hast bestimmt einen Bekannten oder Verwandten auf den ein Schüler-Abo angemeldet werden kann.

Lightroom Classic CC vs Lightroom CC

Ich benutze immer Lightroom Classic CC und in meinen Tutorials wird auch LR Classic verwendet. Hier findest du aber den Unterschied zwischen Lightroom CC und Lightroom Classic CC aufgelistet:

Lightroom Classic CC:

  • Abo erforderlich
  • Die Software läuft auf dem eigenen Rechner
  • Die Daten bleiben ebenfalls auf dem eigenen Rechner
  • Fotos können auf Wunsch mit der Creative Cloud synchronisiert werden
  • Braucht keine aktive Internetverbindung

Lightroom CC:

  • Abo erforderlich
  • Software läuft auf dem eigenen Rechner
  • Die Daten werden komplett in der Creative Cloud gespeichert
  • hat noch nicht den vollen Funktionsumfang von Lightroom Classic CC
  • Kann auf allen Geräten angewendet werden (PC, Tablet, Smartphone)
  • Läuft nur mit Internetzugang

Was ist RAW?

Lightroom Preset aus meiner Preset Kollektion

Jetzt wurde bereits deren öfteren RAW Konverter oder Raw-Format erwähnt. Aber was ist RAW überhaupt?

Wie bereits erwähnt ist Lightroom im Grunde ein Raw Konverter. Aber für jemanden, der neu in die Fotografie eingestiegen ist, ist die Aussage kaum informativ. Da diese Begriffe sehr häufig vorkommen, solltest du unbedingt wissen was eine RAW Datei und was ein RAW-Konverter ist.

Was ist eine Raw Datei?

Eine RAW Datei kann man auch als digitales Negativ bezeichnen. Einfach ausgedrückt, handelt es sich bei der RAW Datei um Informationen, die direkt vom Bildsensor einer Kamera ohne irgendeine Art von digitaler Anpassung erfasst werden. 

Um im RAW-Format zu fotografieren, musst du es in deinen Kameraeinstellungen einstellen (sogar einige Kompaktkameras haben eine solche Funktion). Normalerweise findest du es unter den Bildqualitätseinstellungen im Kameramenü. 

RAW ist keine tatsächliche Dateierweiterung, daher gibt es keine * .raw-Dateien. Verschiedene Hersteller verwenden unterschiedliche Dateierweiterungen. Nikon hat * .nef, Canon verwendet * .cr2, Fujifilm hat * .raf und Adobe hat das weitverbreitete * .dng-Format. DNG ist universell und kann jedes andere Dateiformat darin „speichern“. 

Aber was macht RAW nun so besonders? 

Das Schlüsselwort hier sind Informationen, denn RAW-Dateien sind keine Bilder, sie sind Beschreibungen. RAW Dateien müssen von einer bestimmten Software oder Codecs dekodiert werden, um als tatsächliche Fotos angesehen zu werden. Warum so komplex? Warum nicht eine einfache JPEG-Bilddatei? 

RAW-Dateien enthalten viel mehr Informationen und sind flexibler als JPEG-Bilder. Mehr Information bedeutet ein bisschen mehr Auflösung und viel mehr Dynamikbereich (Farbinformationen und Details, die in dunklen und hellen Teilen eines Bildes verborgen sind). Was bringt uns das nun in der Praxis?

Das gibt uns die volle Kontrolle über alle Bereiche eines Bildes. Anstatt deiner Kamera zu überlassen, wie viel Schärfe, Rauschunterdrückung, Kontrast, Sättigung usw. du auf ein gerade aufgenommenes Foto anwenden möchtest, triffst du diese Entscheidungen selbst. Es ist ganz einfach – du passt einfach diese flach aussehenden RAW-Dateien genau an und konvertierst sie in JPEG-Bilder. Dazu brauchen wir einen RAW Konverter.

Was ist ein RAW Konverter?

Wie du vielleicht bereits schon gelesen hast, ist ein RAW-Konverter ein Programm, das zuerst die in der Datei gespeicherten Informationen dekodiert, so dass du es als Bild sehen kannst. 

Zweitens ermöglicht es dir, die RAW-Datei zu optimieren, alle darin gespeicherten Informationen zu manipulieren und sie als einfache grafische Bilddatei wie JPEG zu speichern.

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